Als Millennial bin ich noch mit Sandkasten und Kabeltelefon groß geworden und habe dann die komplette
digitale Entwicklung mitgenommen, von Computern und Smartphones bis hin zu heutigen Sprachmodellen. Genau
über diesen Mix bin ich heute ziemlich froh: klassisch programmieren gelernt, ein solides technisches
Fundament aufgebaut und trotzdem offen geblieben für die nächsten großen Sprünge. Als Tech Nerd hat mich
die KI-Welle deshalb auch ziemlich früh gepackt. Nicht nur als Zuschauer, sondern mit echter Begeisterung
für das, was dadurch plötzlich möglich wird.
Für mich liegt der Wert von KI nicht darin, Denken abzugeben. Sie übernimmt viel von dem Heavy Lifting,
sodass ich mich stärker auf das konzentrieren kann, was mir wirklich Spaß macht: Probleme im Detail zu
durchdringen und daraus elegante Lösungen zu entwickeln. Genau das merkt man auch an dieser Website. Zwei
Sprachen, unterschiedliche Modi und viele strukturelle Details wären früher deutlich aufwendiger gewesen.
Heute komme ich viel schneller von einer Idee zu einer funktionierenden Lösung, ohne dabei den Überblick
über das System zu verlieren.
Während meines Masterstudiums kam ChatGPT gerade auf. Ich erinnere mich noch gut an die ersten Eingaben
und daran, wie sehr mich das sofort gepackt hat. Das Thema wurde dann auch Teil meiner Masterarbeit,
allerdings nicht im Sinne von schnell irgendetwas zusammenhalluzinieren zu lassen. Mich hat interessiert,
wie große Sprachmodelle wie GPT-4 genutzt werden können, um synthetische Trainingsdaten für Anwendungen des
maschinellen Lernens im Gesundheitswesen zu erzeugen.
Gerade dort ist die Frage besonders spannend: Gute Modelle brauchen gute Daten, gleichzeitig sind
Datenschutz, sensible Informationen und kleine Datensätze oft eine echte Hürde. Meine Arbeit hat gezeigt,
dass synthetisch ergänzte Daten die Leistung von Modellen durchaus verbessern können, gerade in Bereichen,
in denen reale Daten knapp sind. Gleichzeitig wurde aber auch klar, dass synthetische Daten reale Daten
nicht einfach ersetzen. Genau diese Mischung aus Potenzial und Grenze macht das Thema für mich bis heute
spannend.
Heute nutze ich KI vor allem als Werkzeug zum Denken, Strukturieren, Programmieren und Schreiben. Gerade
bei Texten ist das für mich ein echter Gewinn: Ich kann Gedanken, Ideen und Wissen erst einmal direkt
festhalten oder diktieren und daraus dann Schritt für Schritt einen sinnvollen Beitrag entwickeln.